Ein kurzer Blick auf die heutige Lyrik

Einleitung

Ich zeige in diesem Aufsatz kurz auf , wo heutzutage Lyrik zu finden ist und der Frage nachgehen, wieso sie einen so schlechten Ruf genießt. Dabei steht vor allem die These im Vordergrund, dass Lyrik derartig in Verruf geraten ist, weil Autoren es nicht mehr für nötig erachten, Form und Inhalt in ihren Werken passend zusammenzubringen.

Gedichte, egal welcher Art, sind literarische Erzeugnisse, die dem einen oder anderen Leser oder Hörer gefallen, anderen wiederum nicht. Ob ein Gedicht letztlich jemanden zusagt, obliegt der reinen Subjektivität, ist also abhängig von der Beschaffenheit der Person, die das Gedicht liest oder hört, unter Umständen sogar schreibt. Verbleibt man bei dieser Sicht, liegt es nahe, den Blick auf die heutige Zeit, in der die Lyrik scheinbar immer mehr an Bedeutung verliert, als unnötig zu erachten.

Doch an der Stelle angelangt möchte ich zunächst fragen: Was unterscheidet Gedichte, wie die eines Gryphius, eines von Platens, eines Goethes oder eines Schillers, von den heutigen? Ferner, wieso sind diese Autoren auch heute noch den Leuten ein Begriff? Dazu möchte ich den Leser um etwas bitten: Er möge bitte, ein beliebiges Gedicht der als Beispiele aufgeführten Autoren zur Hand nehmen sowie im Anschluss ein Gedicht aus der heutigen Zeiten, welche man in Scharen in Internetforen, vielleicht sogar in Büchern in der Geschenkabteilung der Buchläden finden kann. Der Leser möge ohne Vorbereitung  beide Gedichte laut vorlesen und sich anschließend folgende Fragen stellen: Konnte ich beide Gedichte ohne zu stocken vorlesen, hatten die Gedichte eine Art Disposition zu einem bestimmten Vortrag oder eine, die dazu veranlasste, ein bestimmtes Gefühl beim Lesen zu haben, und schließlich, konnte ich auch beim ersten Mal den Sinn des Gedichtes erfassen, würde ich es noch einmal lesen?

Den vollständigen Aufsatz gibt es auf meiner neuen Website. Klickt einfach hier und ihr kommt direkt dahin!

 

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4 Antworten to “Ein kurzer Blick auf die heutige Lyrik”

  1. Lieber René,

    es ist ehrenwert, dass Du diesen Versuch unternommen hast.
    Allerdings fehlt mir ein wenig die Auseinandersetzung mit zeigenössischer Lyrik, wie der eines Brinkmann, Enzensberger, Born, Röhnert oder Söllner, einer Mayröcker, Hünger, Bachmann oder Sandig, um nur einige quer durch den herrlichen Garten zu nennen. Neben (gut gewählten) klassischen Beispielen wie Platen oder Goethe nur „Geschenkidee-Lyrik“ oder Lyrik aus Foren genannt zu finden hat mich arg enttäuscht.

    Bestes,
    mag

  2. Ach ja : schöner Zufall, dass wir die gleiche Gestaltung gewählt haben.

  3. Guten Tag,

    meiner Meinung nach sollte man die heutige Lyrik auch in der Musik suchen. Vor allem einige Rap und Hip-Hop Texte (Max Herre, uvm) sind textlich gut gemacht, werden aber meist nicht beachtet.

    Viele Grüße
    Benno

    • Hallo Benno,

      vielen Dank für Deine Anregung. In der Tat hast du Recht damit. Ist es gut möglich, in der Rap/Hip-Hop-Sparte fündig zu werden, begibt man sich auf die Suche nach Lyrik. Gerade die alten Songs von Freundeskreis, auch das Album Stadtaffe von Peter Fox (Du wirst auch noch mehr nennen können) zeigen nahezu lyrische Texte. Schwer ist es allerdings, genau abzugrenzen, wann etwas ein Rap/Musik, wann etwas Lyrik ist. Ich weiß auch nicht, wie gewinnbringend eine solche Abgrenzung sein kann.
      Wenn ich derartige Texte schreibe, beziehe ich mich immer rein auf die Leute, die Bücher veröffentlichen oder Lesungen halten – also auf Literaten im engen Sinne. Dennoch kann die Suche ausgeweitet werden. Die Musik ist an sich voll von Lyrik und einige gute Lyrik auch voll von Musik. Ich denke, dass sich beides irgendwie bedingt (je nach Anspruch).
      Gerne kannst Du ein paar Gedanken zusammentragen, vielleicht in Aufsatzform, die ich dann gerne auf meiner Website als Ergänzung veröffentlichen könnte. Oder ich könnte einfach wenigstens einen Link generieren. Wenn Du interessiert bist, lass es mich gerne wissen.

      Viele liebe Grüße und Danke für das Lesen und Kommentieren
      René

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